Wem gehört dm? Eigentümer, Geschichte und Struktur von dm-drogerie markt

Wem gehört dm? Eigentümer, Geschichte und Struktur von dm-drogerie markt

Die Frage „wem gehört dm” klingt simpel, doch die Antwort führt in ein Geflecht aus Stiftungen, Familien und einer bewusst gewählten Unternehmensstruktur. Dieser Artikel beleuchtet die Eigentumsverhältnisse, die Geschichte und die Personen hinter Deutschlands größter Drogeriemarktkette.

Kurze Antwort: Wem gehört dm-drogerie markt heute?

Dm-drogerie markt ist ein nicht börsennotiertes Familien- und Stiftungsunternehmen mit Sitz in Karlsruhe. Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG gehört im Kern zwei Seiten: Rund die Hälfte der Anteile liegt in der dm-Werner-Stiftung, die der Unternehmensgründer Götz W. Werner ins Leben gerufen hat, um Unabhängigkeit und Unternehmenswerte langfristig zu sichern. Die andere Hälfte hält die Unternehmerfamilie Lehmann, konkret Kevin David Lehmann, der Sohn des langjährigen Gesellschafter Günther Lehmann. Christoph Werner, Sohn des Gründers, ist seit 2019/2020 Vorsitzender der Geschäftsführung und prägt das Unternehmen operativ, ist aber nicht Alleineigentümer. Es gibt keine an der Börse handelbaren Aktien, keine anonymen Großinvestoren und keine Private-Equity-Fonds im Gesellschafterkreis. Dm ist nicht börsennotiert und veröffentlicht keine Aktienberichte. Wer also wissen will, wem dm gehört, findet keine Aktionärsliste, sondern ein bewusst privat gehaltenes Konstrukt aus Stiftung und Familien.

Rechtliche Struktur: Wie ist dm als Unternehmen aufgebaut?

Das Eigentum an dm ist juristisch über mehrere Gesellschaftsformen organisiert, die ineinandergreifen. Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG ist als Kommanditgesellschaft die operative Einheit. Dabei fungiert eine GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin), die Leitung und Haftung übernimmt. Die Kommanditisten, also die Stiftung und die Familie Lehmann, sind Kapitalgeber und Anteilseigner, deren Haftung auf ihre Einlagen beschränkt bleibt. Der offizielle Sitz des Unternehmens lautet: dm-Platz 1, 76227 Karlsruhe, eingetragen beim Amtsgericht Mannheim unter HRA 102711.

Was heißt „GmbH + Co. KG” in einfacher Sprache? Die Kommanditgesellschaft betreibt das Geschäft, während die GmbH als verantwortliche Haftungsgesellschaft auftritt. Diese Rechtsform ist typisch für große deutsche Familienunternehmen und hat einen entscheidenden Vorteil: Die Stimmrechte werden gebündelt über Stiftungen und Familiengesellschaften ausgeübt, nicht durch breit gestreuten Aktienbesitz. Dadurch kann dm langfristig planen, ist kaum abhängig vom Kapitalmarkt und genießt einen natürlichen Schutz vor feindlichen Übernahmen. Die Eigentümerstruktur ermöglicht langfristige strategische Entscheidungen, ohne dass externe Investoren kurzfristige Renditen einfordern könnten. Es gibt keine großen institutionellen Investoren bei dm.

Das Bild zeigt ein modernes Geschäftsgebäude mit großen Glasfenstern in einer deutschen Innenstadt, umgeben von Fußgängern und grünen Bäumen. In der Nähe könnte sich ein dm drogerie markt befinden, der Teil des lebhaften Stadtlebens ist.

Die Rolle der dm-Werner-Stiftung

In Deutschland werden Stiftungen häufig eingesetzt, um Unternehmenswerte über Generationen zu bewahren. Bei dm ist die dm-Werner-Stiftung das zentrale Instrument dieser Strategie.

Gründer Götz W. Werner brachte ab 2010 schrittweise seine Unternehmensanteile in die von ihm gegründete Stiftung ein. Die dm-Werner-Stiftung wurde damit vom Gründer selbst als Mehrheitsgesellschafterin positioniert. Ihr Zweck: Leitlinien für den Unternehmenszweck, die Mitarbeitendenorientierung und die Gemeinwohlorientierung dauerhaft zu bewahren. Die Stiftung trifft keine operativen Entscheidungen im Tagesgeschäft, sondern wirkt indirekt über ihre Stimmrechte in Gesellschafterversammlungen. So beeinflusst sie die übergeordnete Ausrichtung, ohne den Geschäftsführern bei Sortiment oder Preisen ins Handwerk zu pfuschen. Dividenden aus den dm-Gewinnen können teilweise in gemeinnützige Projekte fließen, je nach Satzungszweck etwa in Bildung oder soziale Initiative.

Die Ziele der Stiftung lassen sich auf drei Kernpunkte verdichten:

  • Sicherung der Unabhängigkeit des Drogeriekonzern

  • Schutz vor Zersplitterung der Anteile durch Erbfolge oder Verkauf

  • Kontinuität der Unternehmenskultur über Generationen hinweg

Mitgesellschafter Lehmann: Wie ein 14-Jähriger zum Milliardär wurde

„Dm gehört jetzt zur Hälfte einem 14-Jährigen”, diese Schlagzeile sorgte für Aufsehen. Dahinter steht die Geschichte der Familie des Mitgesellschafters Günther Lehmann. Lehmann trat 1973 als Finanzpartner zu Götz Werner hinzu, als das junge Unternehmen Wachstumskapital benötigte, und erwarb seinerzeit rund 50 Prozent der Anteile. In der Gründungszeit war Lehmann allerdings nie operativ eingebunden, seine Rolle blieb die eines stillen Kapitalgebers.

Im Wege der vorweggenommenen Erbfolge übertrug Günther Lehmann seine Anteile an dm zu Lebzeiten an seinen minderjährigen Sohn Kevin David Lehmann. Damit wurde ein Jugendliche formal zum Miteigentümer eines Milliardenunternehmens, ganz ohne operative Rolle. Bis zur Volljährigkeit wurde das Vermögen über Treuhänder verwaltet. Kevin David Lehmann gilt seitdem als einer der jüngsten Milliardär weltweit. Die Mehrheit der Anteile liegt insgesamt in Familienhand.

Entscheidend ist die nüchterne Einordnung: Die Lehmann-Familie hält bedeutende, aber nicht allein kontrollierende Anteile. Die strategische Führung verbleibt bei der Geschäftsführung und der Werner-Stiftung. Günther Lehmann blieb nach der Übertragung in beratenden Gremien aktiv. Für kundinnen und kunden im dm markt oder die Mitarbeitenden im Alltag hat sich durch diesen Vorgang nichts geändert, der Übergang war ein klassischer Fall großer Familien-Nachfolgeplanung, wie er bei vielen deutschen Familienunternehmen üblich ist.

Ein junger Mann in Business-Kleidung steht nachdenklich vor einem großen modernen Bürogebäude, möglicherweise im Zusammenhang mit einem Unternehmen wie dm drogerie markt. Das Bild vermittelt einen Eindruck von Professionalität und den Herausforderungen der Geschäftswelt.

Gründer Götz Werner: Vom Karlsruher dm Markt zur europäischen Kette

Die Geschichte von dm beginnt mit einem Drogisten und seinem Traum. Götz W. Werner, Sohn aus einer Drogistenfamilie, eröffnete 1973 den ersten dm-Drogeriemarkt in Karlsruhe. Sein Konzept: Selbstbedienung und konsequent niedrige Preise für Drogeriewaren. Der Markteintritt kam zur richtigen Zeit, denn 1974 fiel die Preisbindung für Drogeriewaren in Deutschland, ein Wendepunkt, der das Geschäftsmodell von dm erst ermöglichte und den klassischen Drogisten das leben schwer machte.

Das Wachstum verlief rasant. Bereits 1976 eröffnete dm seinen ersten Markt in Österreich. Bis 1980 hatte dm bereits über 100 Filialen in Deutschland. In den folgenden Jahrzehnten trieb Götz W Werner die Expansion nach Osteuropa und in weitere europäische Länder voran und formte dm zu einer der größten Drogerieketten Europas.

Was den Unternehmensgründer von vielen Personen der Branche unterschied, war seine Unternehmerpersönlichkeit. Götz Werner setzte auf Menschlichkeit, Mitbestimmung und flache Hierarchien. Die Unternehmenskultur von dm fördert hohe Eigenverantwortung, ein Erbe, das bis heute wirkt. Götz W. Werner war bekannt für seine mitarbeiterorientierte Führung. Später wurde er als prominenter Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens bekannt und machte diese Initiative öffentlich zu seinem persönlichen Anliegen.

2008 zog sich Werner aus der operativen Geschäftsführung zurück, 2010 brachte er seine Anteile in die Stiftung ein. Im Februar 2022 verstarb der Gründer. Seine Entscheidungen, von der Gründung über die Stiftungslösung bis zur Familiennachfolge, prägen die Eigentumsverhältnisse und das Leitbild von dm bis heute.

Heutige Unternehmensführung: Wer entscheidet bei dm?

Eigentum und Management sind bei dm bewusst getrennt. Die Geschäftsführung von dm besteht aus acht Mitgliedern und wird seit 2020 von Christoph Werner als Vorsitzender geleitet. Er ist der Sohn des Gründers, übernahm das Amt als Geschäftsführer von Erich Harsch, der bis 2019 Vorsitzender der Geschäftsführung war. Weitere Ressortverantwortliche steuern Bereiche wie Finanzen, IT, Personal und Vertrieb.

Die Geschäftsführung stellt die strategischen Weichen: Expansion der dm Märkte, Omnichannel-Strategien mit Onlineshop und App, Ausbau der Eigenmarken und seit 2020 ein klarer Fokus auf Nachhaltigkeit, Recycling und Digitalisierung. Die dm-Gruppe hat dabei Tochtergesellschaften wie die dmTECH GmbH aufgebaut, die Technologie und digitale Infrastruktur verantwortet.

Die Gesellschafter, also die Stiftung und die Familien, wirken über Gesellschafterversammlungen und Beiräte auf die langfristige Richtung ein. Sie kontrollieren Werte und strategische Ausrichtung, greifen aber selten ins Tagesgeschäft ein. Diese Form der Unternehmensführung verschafft dm Stabilität: Statt kurzfristiger Gewinnmaximierung stehen nachhaltige Investitionen, Mitarbeitendenentwicklung und Marktmodernisierung im Vordergrund. Zum Beispiel hat dm über eine Milliarde Euro in die Modernisierung seiner Filialen investiert, eine Entscheidung, die ohne geduldige Eigentümer schwer vorstellbar wäre.

dm in Zahlen: Größe, Umsatz und Marktstellung

Hinter der Frage „wem gehört dm” steht ein Konzern von beeindruckender Größe. Die Kennzahlen verdeutlichen, welches wirtschaftliche Gewicht die Eigentumsfrage tatsächlich hat.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielte dm einen Umsatz von 14,6 Milliarden Euro und ist damit der umsatzstärkste Drogeriehändler in Europa. Die jüngsten Zahlen zeigen weiteres Wachstum: Im Geschäftsjahr 2024/25 lag der Umsatz allein in Deutschland bei rund 13,3 Milliarden Euro, europaweit bei etwa 19,2 Milliarden Euro.

Dm beschäftigt mehr als 66.000 Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber im deutschen Einzelhandel. Europaweit zählt das Unternehmen über 93.000 Mitarbeitende, darunter mehr als 4.400 in Ausbildung.

Die Filialdichte ist beachtlich: Über 3.800 dm-Filialen existieren in Europa, mittlerweile sind es sogar über 4.100 Verkaufsstellen in 14 europäischen Ländern. In Deutschland allein stehen rund 2.150 Märkte.

Besonders relevant für die Eigentümerfrage ist das Eigenmarkengeschäft. Dm bietet über 2.600 Produkte unter 21 Eigenmarken an. Die bekanntesten Eigenmarken sind Balea und Alverde, daneben führt dm die Eigenmarke Denkmit für Reinigungsmittel. Eigenmarken machen über 50 Prozent des Absatzes von dm aus, sie bieten dem Unternehmen die Möglichkeit, Preise selbst zu bestimmen, unabhängig von Herstellervorgaben. Im deutschen Drogeriemarkt ist dm klarer Marktführer vor Rossmann und Müller und liegt im Ranking der größten deutschen Handelsunternehmen weit vorn.

In einem modernen Drogeriemarkt, wie dem dm drogerie markt, sind die Regale gut gefüllt mit einer Vielzahl von Drogeriewaren. Kundinnen und Kunden, darunter auch Jugendliche, stöbern durch das Sortiment und wählen Produkte aus, während Mitarbeitende im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Vom ersten dm Markt zur internationalen Kette

Die Eigentümerentscheidungen bei dm haben die Expansion und Internationalisierung des Unternehmens überhaupt erst möglich gemacht. Ohne die private Struktur, die schnelle und langfristig gedachte Investitionsentscheidungen erlaubt, wäre die heutige Präsenz in 14 Ländern kaum denkbar.

Die wichtigsten Meilensteine im Überblick:

Jahr

Meilenstein

1973

Erster dm markt in Karlsruhe

1976

Markteintritt in Österreich

1980

Über 100 Filialen in Deutschland

1993

Expansion nach Ungarn und Tschechien

2000er

Kroatien, Slowenien, Rumänien, Bulgarien

2022

Erster Markt in Polen

Der erste Schritt über die Grenze nach Österreich 1976 war ein Wendepunkt. Im Jahr 1993 expandierte dm nach Ungarn und Tschechien, womit die Erschließung der osteuropäischen Märkte begann. Später kamen Italien, Serbien, Bosnien und weitere Länder hinzu. 2022 eröffnete dm den ersten Markt in Polen, ein Signal, dass die Expansionsstrategie auch nach einem halben Jahrhundert nicht abgeschlossen ist.

Trotz Internationalität bleibt dm rechtlich ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe. Mehr als die Hälfte aller Filialen steht in Deutschland, doch der Auslandsanteil wächst stetig. Hinter der Expansion steckt eine professionelle Infrastruktur: IT-Tochtergesellschaften wie Filiadata und dmTECH, Logistikzentren in Weilerswist, Meckenheim und Waghäusel sowie ein konsequent ausgebauter Online-Handel. Die Eigentümerstruktur, Stiftung und Familie, hat es ermöglicht, mutig in neue Märkte zu investieren, ohne den Druck externer Investoren zu spüren. Dm ist damit eines der erfolgreichsten Beispiele für organisches Wachstum eines europäischen Handelsunternehmens.

Familienunternehmen und Stiftungsmodell im Vergleich zu börsennotierten Ketten

Dm ist ein typisches großes deutsches Familien- und Stiftungsunternehmen im Handel, und unterscheidet sich damit grundlegend von börsennotierten Aktiengesellschaften. In einfachen Worten: Es gibt keinen Börsenhandel mit dm-Anteilen, der Gesellschafterkreis ist begrenzt, und die Orientierung ist langfristig statt quartalsgetrieben.

Daraus ergeben sich Vorteile, die dm im Wettbewerb nutzt:

  • Stabilere Eigentümerbasis: Keine plötzlichen Verkäufe großer Aktienpakete, keine Hedgefonds-Einflüsse

  • Weniger kurzfristiger Renditedruck: Investitionen in Sortiment, Produkten und Mitarbeitende statt Dividendenmaximierung

  • Kulturerhalt: Die Unternehmenskultur lässt sich über Generationen pflegen, weil keine neuen Großaktionäre Einfluss nehmen

Es gibt aber auch Nachteile: geringerer Zugang zu Kapitalmärkten für Wachstumsfinanzierung und eine stärkere Abhängigkeit davon, dass Nachfolgelösungen innerhalb der Familie und der Stiftungsorgane funktionieren.

Ein Blick auf die Wettbewerber zeigt ein interessantes Muster: Auch Rossmann und Müller sind in Familienhand, die Drogerie als Handelsform scheint familiengeprägt zu bleiben. Was dm besonders macht, ist die Kombination aus Familienbesitz und Stiftung. Für die Kundschaft bedeutet das konkret: verlässliche Preise, konsequente Dauerpreise statt hektischer Rabattschlachten, und ein Sortiment, das nicht nach Quartalszahlen umgebaut wird. Die Eigentümerstruktur ist langfristig orientiert, und das spürt man im Alltag im Drogeriegeschäft.

Was bedeutet „wem gehört dm” für Kundinnen, Kunden und Mitarbeitende?

Die Eigentumsfrage ist nicht nur juristisch interessant, sie hat echte Auswirkungen auf den Alltag im Drogeriemarkt. Dass dm zur Hälfte einer Stiftung und zur anderen Hälfte einer Familie gehört, die nicht operativ eingreift, schafft Entscheidungsfreiheit für Themen, die Kunden direkt betreffen.

Konkrete Beispiele zeigen den Einfluss der Eigentümerstruktur auf das Geschäft:

  • Dauerpreise: Seit 1994 setzt dm auf stabile Preise statt kurzfristige Aktionen, möglich, weil kein Investor Quartalsgewinne verlangt

  • Eigenmarken: Der Anteil der Eigenmarken am Umsatz liegt bei über 50 Prozent. Marken wie Balea, alverde und Denkmit sichern Preisautonomie und Qualitätskontrolle

  • Nachhaltigkeit: Seit 2012 verwendet dm in vielen Bereichen Ökostrom, Bio- und Naturkosmetik-Sortimente wurden konsequent ausgebaut

  • Mitarbeitende: Dm investiert seit Mitte der 1980er Jahre stark in Ausbildung, Mitarbeitendenförderung und moderne Arbeitsmodelle

Es gibt keine externen Renditeerwartungen von an der Börse handelnden Investoren. Das schafft Spielräume für nachhaltige und gesellschaftlich verantwortliche Projekte, von denen sowohl Kundinnen als auch Mitarbeitende profitieren. Die Eigentümerstruktur ist kein abstraktes Konstrukt, sie formt den Markt, in dem täglich Millionen Menschen einkaufen.

Eine freundliche Mitarbeiterin von dm drogerie markt berät eine Kundin vor einem Regal mit Naturkosmetikprodukten. Im Hintergrund sind verschiedene Artikel aus dem Sortiment der Drogeriekette zu sehen, die ein einladendes Einkaufserlebnis schaffen.

Fazit: Wem gehört dm, und warum die Antwort komplexer ist, als sie klingt

Dm gehört rechtlich der dm-Werner-Stiftung und der Unternehmerfamilie Lehmann, einem Konstrukt, das weder einen einzelnen Namen auf dem Klingelschild trägt noch an der Börse gehandelt wird. Christoph Werner ist als Vorsitzender der Geschäftsführung das Gesicht des Unternehmens, aber nicht dessen alleiniger Besitzer. Er ist Teil eines abgestuften Führungs- und Eigentümersystems, in dem Stiftung, Familie und professionelles Management ineinandergreifen.

Das Stiftungsmodell sichert die langfristige Unabhängigkeit und prägt Kultur, Preisstrategie und Nachhaltigkeitsausrichtung. Dm dürfte auch künftig ein großer, aber nicht börsennotierter Drogeriekonzern bleiben, ein Unternehmen, das seine Eigentümerstruktur als Stärke nutzt, statt sie als Einschränkung zu empfinden. In einer Handelslandschaft, die zunehmend von Konzernfusionen und Finanzinvestoren geprägt wird, ist das eine bemerkenswerte Position. Für die Kundinnen und Kunden in über 4.100 Filialen in 14 europäischen Ländern bedeutet es vor allem eines: Verlässlichkeit.

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